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Lettische SS-Divisionen

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In Lettland existierten seit der deutschen Besatzung ab 1941 zwei lettische Divisionen der Waffen-SS: Die 15. Waffen-Grenadier-Division der SS "Lettland" (lettische Nr. 1) und die 19. Waffen-Grenadier-Division der SS "Latvia" (lettische Nr. 2). Anfangs wurden diese SS-Divisionen aus Freiwilligen rekrutiert, später soll es auch Zwangsrekrutierungen gegeben haben.

Es wurde in Lettland die These in Umlauf gebracht, dass alle, die in den 19.ten und 15.ten Divisionen der „Waffen SS“ gekaempft haben, angeblich nur an der Front kaempften. Die Archivdokumente beweisen, dass es nicht so ist. In die “lettische Legion“, die Hitler ihre Treue schwor, wurden in 1943-1944 lettische Strafkommandos der Sicherheitspolizei SD, die in 1941-1943 durch zahlreiche Operationen der Vernichtung von friedlicher Bevölkerung auf den Territorien der gegenwärtigen Lettlands, Russlands und Belorusslands „berühmt wurden“, eingeschlossen. Gerade diese „Helden“ beteiligten sich an Massenerschiessungen im Bikernieksker Wald, „bewachten“ nazistische Todeslager und das Konzentrationslager in Salaspils. In 1942 verbrannten zum Beispiel die lettischen Sonderkommandos das Dorf Fjodorowka im Tschudskoj Rayon des Nowgoroder Gebietes und die Siedlung Osno. Die Massenbrandstiftungen und Erschiessungen führten sie in den Ortschaften Lubnizy, Osez, Krechno 60 km nord-westlicher Nowgorod, sowie im Lager fuer Kriegsgefangenen in Krasnoje Selo unweit von Leningrad durch. Bis jetzt sind die blutigen Greueltaten von lettischen Polizeibattaillons in Belorussland nicht vergessen. Fuer die „Heldentaten“ bei der Vernichtung der Zivilbevoelkerung wurde dem am meisten bekannten Fuehrer der lettischen Strafkommandos W.Arais in 1942 der Rang des SS-Sturmbahnfuehrers verliehen, und in 1943 wurde er mit dem Kreuz fuer Kampfverdienste mit Schwerten ausgezeichnet.

Mittlerweile gibt es offiziell in Lettland eine ziemlich verbreitete zweite These – lettische Divisionen „Waffen SS“ verteidigten angeblich die Freiheit Lettlands. Es lohnt sich nicht, darueber zu sprechen, was fuer eine Freiheit das Hitlerregime fuer die baltischen Provinzen geplant hat, denn das ist allgemein bekannt - die Einverleibung ins Dritte Reich war vorgesehen und die Germanisierung und Ethnische Säuberung des Landes. Wie auch bekannt ist, dass die lettischen Einheiten nicht nur auf dem lettischen Boden, sondern auch auf dem Territorium Russlands und Belorusslands das nazistische Besatzungsregime vor der befreienden Roten Armee verteidigten.

Das alles wissend, kann man sich nur wundern, dass nicht nur Vertreter der national-radikalen politischen Kraefte Lettlands, sondern auch andere lettische politische, gesellschaftliche und religioese Persoenlichkeiten, darunter auch der Minister fuer Kultur I.Ribene und der Exekutivsekretaer des Verteidigungsministeriums zu Integrationsfragen in der NATO R.Graube durch ihre Beteiligung die revanschistische Tonart der Veranstaltung in Lestene unterstuetzt haben. Den Rahmen des im modernen Europa Ueblichen sprengen auch militaerische Ehrenbezeigungen, die von der Ehrenkompanie der nationalen Streitkraefte Lettlands denjenigen erwiesen wurden, die in den „Waffen SS“ dem nazistischen Regime des Hitlerdeutschlands gedient haben. Und vollkommen absurd sind die mehrmals ertoenten Aufrufe der ehemaligen Legionaere und der Vertreter des Verteidigungsministeriums Lettlands, „militaerische Erfahrung“ der Legionaere bei der Erziehungsarbeit der Angehoerigen der modernen lettischen Armee auszunutzen.

In den letzter Jahren werden die Veteranen des zweiten Weltkrieges, die auf den Seiten der antifaschistischen Koalition gekämpft haben, systematisch gerichtlich verfolgt. Ihnen wird die Schuld inkrementiert gegen lettische Waffen-SS-Divisionen gekämpft zu haben.

Am 30. April 2004 verurteilte das Oberste Gericht Lettlands den 81-jährigen ehemaligen russischen Partisanen Wassili Kononow wegen angeblicher Kriegsverbrechen zu einer Haftstrafe von 20 Monaten, weil er 1944 an der Liquidierung von lettischen Kollaborateuren und Quislingen beteiligt war, die den faschistischen deutschen Okkupanten als Polizisten bei der Verfolgung von Antifaschisten gedient hatten.

Insbesondere die russische Minderheit ist immer wieder Gegenstand von Konflikten, da deren Angehörige bisher in weiten Teilen nicht zum Einbürgerungsverfahren zugelassen werden. Dadurch sind sie keine lettischen Staatsbürger und haben somit kein Wahlrecht und dürfen auch keine Beamtenlaufbahnen oder andere öffentliche Laufbahnen einschlagen.

Für den 16. März 1998 wurde erstmals in Riga ein Marsch von Mitgliedern der beiden lettischen SS-Divisionen genehmigt und durchgeführt - und am 17.Juni wurde von der Regierung in Lettland ein Gesetz über die Feier-und Gedenktage beschlossen, in dem unter anderem dieser 16.März zum "Gedenktag des lettischen Kriegers" gemacht wurde.

u.a. von http://www.bundestag.de/bic/hib/2000/0031502.html))

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