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Stalin - was die Massenmedien vertuschenBearbeiten

siehe auch: H G Wells interviewt Stalin, Ueber Stalin, Weitere Fakten Ueber Stalin


Falls Stalin ein Monster war, stellt sich die Frage: Sind alle Ärzte oder Handwerker schlecht, weil einer gepfuscht hat ? Auch hier scheint sich zu bewahrheiten: "Die herrschende Meinung ist die Meinung der herrschenden Klasse"; und die herrschende Klasse im Kapitalismus und Imperialismus hat entschieden: Lenin , Stalin, Ulbricht, Honecker, Castro, Mao, Marx und Engels, Pieck, Thälmann, Benesch, Liebknecht und Luxemburg, Krenz und Gysi, alle Kommunisten und Sozialisten und sozialen Befreier sind schlecht für den Profit und gefährlich für die Mauer zwischen Arm und Reich.

Ob Stalin tatsächlich ein Monster war, möge die Zukunft entscheiden; wir haben folgende uns objektiv erscheinenden Berichte über ihn und seine Zeit gefunden. In Ostdeutschland, der SBZ und DDR und in Österreich sind keine Massenhinrichtungen Stalins bekannt, trotz 20 bis 30 Millionen sowjetischen Kriegstoten, die Hitlerdeutschland in der Ud SSR hinterlassen hat.

Was die gleichgeschalteten Massenmedien verschweigen:

Die heute in bürgerlichen Medien immer wieder verbreiteten Behauptungen zu Stalin lauten etwa so: „Seit Ende der 20er Jahre war er Diktator der Partei und des Landes“ Stalin war aber kein selbstherrlicher Diktator Er stand, getragen vom Vertrauen der Arbeiter- und Bauernklasse und der Intelligenz, an der Spitze der Diktatur des Proletariats und verfocht konsequent deren Interessen Im Interesse der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten und nicht im Interesse einer parasitären Ausbeuterklasse wurde die Sowjetunion unter seiner Führung zum modernen Industriestaat aufgebaut In dieser Zeit wurde nicht nur der Analphabetismus beseitigt; es wurde eine Bildungs- und Kulturrevolution vollbracht, wie sie die Welt noch nie gesehen hatte Verwirklicht wurden die sozialen, ökonomischen und kulturellen Rechte der Menschen, wie das Recht auf Arbeit, Bildung, Wohnung und unentgeltliche medizinische Versorgung in einem Ausmaß, wie es heute die Menschen in der westlichen Welt, der Welt der angeblichen Demokratie, nur erträumen können Die offizielle bürgerliche Meinung weiter: „Stalin brachte der Ud SSR ein brutales Terrorregime“ Zur Untermauerung dieser These reicht man dann Horrorzahlen nach Damit soll der Eindruck entstehen, daß das ganze stalinsche System nur aus GU Lags[new] bestand und das Leben von Erschießungskommandos beherrscht wurde So heißt es zum Beispiel: „Ende der 30er Jahre befanden sich etwa 9 Millionen Menschen in GU Lags[new]“ Die vorliegenden Archivzahlen offenbaren jedoch, daß Anfang 1939 die exakte Zahl aller Häftlinge 1317195 betrug Darin sind Straftäter aller Kategorien erfaßt, und nicht etwa nur die aus politischen Gründen Inhaftierten Auf Grund einer Amnestie wurde etwa die Hälfte der Lagerinsassen bis 1940 vorzeitig entlassen und, soweit sie wegen politischer Delikte bestraft worden waren, rehabilitiert Damit wurde eine Zahl erreicht, die schon damals unterhalb der Zahl der Strafgefangenen in den USA lag, die etwa die gleiche Bevölkerungszahl wie die Sowjetunion aufwies Die USA galten zu dieser Zeit als ein liberales Land In den damaligen faschistischen Ländern des Kapitalismus lag die Zahl der Eingekerkerten proportional wesentlich höher als in den USA Selbstverständlich gab es auch zu Stalins Zeiten in der Ud SSR Straf-vollzugsanstalten Die Strafgefangenen in den Arbeitslagern, die produktive Arbeit leisteten, wurden ordnungsgemäß entlohnt Es gab aber auch eine Besonderheit: Es bestand eine Wettbewerbs- und Neuererbewe-gung, für besondere Leistungen wurden Prämien vergeben und Auszeichnungen und Ehrentitel verliehen Gefangene hatten das Recht auf Freizeit und konnten beliebig Briefe schreiben und empfangen, sie erhielten Besuchserlaubnis In der Ud SSR bestand ein musterhaftes System der Wiedereingliederung entlassener Strafgefangener in das normale gesellschaftliche Leben Jeder entlassene Strafgefangene erhielt entsprechend seiner Qualifikation Arbeit Er wurde mit Wohnraum versorgt Diskriminierungen von sogenannten Vorbestraften, wie sie in kapitalistischen Staaten üblich sind, waren in der Ud SSR streng verboten Nach Verabschiedung der neuen Verfassung durch den Obersten Sowjet der Ud SSR 1936 war die höchste Freiheitsstrafe, die ein Gericht für kriminelle Handlungen verhängen konnte, 10 Jahre, in besonders schweren Fällen 25 Jahre Die Todesstrafe konnte in der Sowjetunion gegen Verbrecher, die sich an besonders gefährlichen Anschlägen gegen den sozialistischen Aufbau beteiligt hatten, und in Fällen von schwerer Spionage verhängt werden In der Tat hatten der trotzkistische Untergrund und ausländische Geheimdienste die Sowjetunion mit einer Serie von Mordattentaten, Sprengstoffanschlägen und anderen Terrorakten überzogen, gegen die sich die Sowjetmacht zur Wehr setzen mußte Der Auftakt dazu war die Ermordung Kirows im Dezember 1934 Die Verhaftungen von Offizieren der Roten Armee 1937/1938 erfolgten hauptsächlich im Zusammenhang mit der Aufdeckung der Vorbereitung eines Militärputsches zum Sturz der sozialistischen Staatsordnung Hier die korrekten Zahlen : Im Zuge der Erhöhung der Kampfkraft und Kampfmoral der Roten Armee und Roten Flotte wurden 36898 Offiziere aus dem aktiven Dienst entlassen Die Entlas-sungsgründe waren vor allem Altersgründe, unzureichender Gesundheitszustand und Disziplinarverstöße Verhaftet wurden 9579 Offiziere, von denen bis Anfang 1941 nach gründlicher Untersuchung 1500 wieder aus der Haft entlassen und sogar rehabilitiert wurden Ein weiteres Beispiel: 1934 gab es 182000 Altbolschewiki, d h Mitglieder, die bis 1920 der RKP B beigetreten waren Diese hätte Stalin zum größten Teil ermorden lassen, heißt es in der westlichen Lügenpropaganda Wie verhielt es sich nun in Wirklichkeit? Im Jahre 1939 zählte man 125000 Altbolschewiki als Mitglieder der K Pd SU[new] B Was ist nun mit den 57000 geschehen, die nicht mehr Mitglieder der Partei waren? Viele starben eines natürlichen Todes, andere waren aus der Partei ausgeschlossen worden Es gab auch einige Verhaftungen und Exekutionen Altbolschewiki gerieten aber nicht in die zu dieser Zeit notwendig gewordenen Säuberungen hinein, weil sie Altbolschewiki waren Der Status eines Altbolschewiken war aber auch keine Garantie für Straffreiheit für Handlungen, die nach den Gesetzen als kriminell galten Dann heißt es weiter: „Stalins durch den Pakt mit Hitler betriebene Anne-xionspolitik baute er nach dem 2 Weltkrieg aus Dadurch wurde der Kalte Krieg eingeleitet“ Das ist von A bis Z Geschichtsklitterung Der sogenannte Ribbentrop-Molotow-Pakt, der am 23 August 1939 abgeschlossen wurde, war ein Nichtangriffsvertrag, zu dessen Abschluß die Sowjetunion auf Grund der internationalen Kräftekonstellation gezwungen war Die Ud SSR wurde 1939 von allen Seiten bedroht Gerade war eine Aggression der Japaner abgewehrt worden Die Westmächte Großbritannien und Frankreich konnten sich zu keinem effektiven Militärbündnis mit der Ud SSR gegen Hitlerdeutschland und zur Abwendung der faschistischen Gefahr entschließen, obwohl die Ud SSR dazu zahlreiche Vorschläge unterbreitet hatte Die Welt war zu dieser Zeit zu wesentlichen Teilen kolonial aufgeteilt Der englische Premierminister Chamberlain und der französische Ministerpräsident Daladier schmiedeten Pläne zur Eroberung des Gebietes der Sowjetunion sozusagen zu Aufstockung ihrer Kolonialreiche Hier lockte ein Territorium mit reichen Bodenschätzen, das ein Sechstel der Erdoberfläche ausmachte Auch Hitler, der japanische Tenno und Länder wie Polen hatten Ansprüche auf sowjetisches Territorium geltend gemacht Hitler sprach von der Eroberung von Lebensraum „Unsere Kolonien liegen im Osten“, hatte er lautstark verkündet Er wollte dafür England und Frankreich Garantien für den Bestand ihrer Kolonialreiche geben Es gab bis in den August 1939 Verhandlungen zum Abschluß eines Militärbündnissees zwischen der Ud SSR einerseits und Großbritannien und Frankreich andererseits zur Abwehr faschistischer Bedrohung Diese Verhandlungen fanden unter für die sowjetische Seite entwürdigenden Bedingungen statt Der Nichtangriffspakt zwischen der Ud SSR und Deutschland war kein Militärbündnis; es ergaben sich daraus keinerlei militärische Beistandsverpflichtungen Nach der Besetzung Polens durch die Hitlerarmee rückte die Rote Armee ihrerseits in Gebiete der Ukraine und Belorußlands ein, die früher zu Rußland gehörten und der Sowjetunion nach Intervention und Bürgerkrieg verloren gingen Im Grunde erfüllte die Sowjetunion hier eine internationalistische Pflicht, den Nazis nicht alle Beutestücke ihrer Aggression in Polen zu überlassen Und so war es auch, als die Sowjetunion den Sieg über den Hitlerfaschismus errungen hatte, bezüglich der ab 1944/1945 neu entstehenden Volksrepubliken und sozialistischen Staaten Ost- und Mitteleuropas Hier fanden revolutionäre Veränderungen im Interesse der Völker dieser Länder und keine Annexionen statt Der Kalte Krieg wurde der Ud SSR vor allem von den USA aufgezwungen, die alle Friedensbemühungen und Bestrebungen um Abrüstungen beharrlich konterkarierten Nach 1945 ging es den Westächten und voran den USA nicht mehr um eine Zusammenarbeit mit der Sowjetunion und den anderen sozialistischen Ländern, sondern letztlich um die Vernichtung des Sozialismus im Weltmaßstab

786.098 politische Todesurteile ? In den gleichgeschalteten Massenmedien wird seit Jahr und Tag die antikommunistische These von Massenmorden durch Josef Stalin verbreitet, zum Teil mit schon astronomisch hohen Ziffern von bis zu 800.000 politischen Todesurteilen, obwohl durch sukzessive Veröffentlichungen von Archivmaterialien in den 90er Jahren diese Lügen widerlegt sind. (z.B.: K. Gossweiler in: Wider den Revisionismus, a.a.O., S.233 - 245. Georgi Dimitroff. Tagebücher 1933-1943. hrsg. von Bernhard H. Bayerlain. l. Auflage. Berlin 2000. S. 136 f, 140, 145, 148, 161, 165 f, 225 f, 240) Aus dem gut recherchierten Aufsatz von Andrea Schön: "Geschichtslügen: Fundamente des Anti-'Stalinismus'" ("Offensiv", Heft 7/2002, Ausgabe Juli-August 2002, S. 57 - 70) , dokumentieren wir folgende Zahlen: "Nach Informationen, die im Februar der Presse freigegeben wurden, sind in 23 Jahren zwischen 1930 und 1953 786.098 Menschen wegen Verbrechen gegen die Revolution zum Tode verurteilt worden, davon 631.692 in den Jahren 1937 und 1938. Diese Zahlen bedürfen allerdings noch der Überprüfung. Nach den vorliegenden Daten aus den Archiven schätzt Mario Sousa die Zahl der tatsächlich vollstreckten Todesurteile 1937 - 38 auf ca. 100.000. Viele Todesurteile seien in Haftstrafen umgewandelt worden bzw. basierten auf Verbrechen wie Mord oder Vergewaltigung, da Mord und Vergewaltigung auch unter "Verbrechen gegen die Revolution" fiel. Letztere Tatsache ist besonders wichtig: Die westlichen Ideologen zählten sämtliche Todesstrafen wegen Mord und Vergewaltigung als politische Todesurteile mit. Letzlich schrumpft die Anzahl von echten politischen Todesurteilen auf wahrscheinlich einige Hundert oder einige Tausend. Zum Vergleich: in den USA gibt es jährlich ca. 70.000 Mordopfer und jährlich hunderte Todesstrafen. (Andrea Schön bezieht sich auf einen Artikel von Mario Sousa, Mitglied der schwedischen KPKL(r): Lies concerning the history of the Soviet Union. (Lügen bezüglich der Geschichte der Sowjetunion) In: Pro-letären (Schweden) April 1998.) "Schließlich bleibt noch die Frage nach der durchschnittlichen Dauer der Strafe in einem Arbeitslager(Gulag). Die antikommunistischen Propagandisten erwecken den Eindruck, daß ein Strafgefangener normalerweise das Arbeitslager(Gulag) nicht überlebte bzw. endlos lange gefangen gehalten wurde. Es zeigt sich jedoch, daß die Strafzeit in der Stalinzeit für den größten Teil der Gefangenen maximal 5 Jahre betrug. So erhielten nach der American Historical Review 82,4 % der gewöhnlichen Kriminellen im Jahre 1936 Haftstrafen von bis zu 5 Jahren und 17,6 % zwischen 5 und 10 Jahren. Von den politischen Gefangenen erhielten 44,2 % Haftstrafen bis zu 5 Jahren und 50,7 % zwischen 5 und 10 Jahren. Für 1939 liegen von sowjetischen Gerichten folgende Zahlen vor: 95,9 % bis zu 5 Jahre, 4 % zwischen 5 und 10 Jahre und 0,1 % über 10 Jahre." (Andrea Schön: S.65 f.) Demnach sind in den angegebenen Zahlen gewöhnliche Kriminelle mit enthalten, die von den Geschichtsfälschern als "politische" Häftlinge ausgegeben werden. Bezüglich der Reinigung der Roten Armee im Zusammenhang mit der Verschwörungen (Marschall Tuchatschewski u.a.) gibt Andrea Schön folgende Zahlen an: "Im Jahre 1937 gab es 144.300 Offiziere und politische Kommissare in Armee und Luftwaffe und 282.300 im Jahre 1939. Während der Säuberungen 1937/38 wurden 34.300 Offiziere und Kommissare aus politischen Gründen entlassen. Bis zum Mai 1940 wurden allerdings 11.596 rehabilitiert und wieder in ihre Posten eingesetzt. Das heißt, zu den Entlassenen zählten 22.705 Offiziere und Kommissare (davon 13.000 Armeeoffiziere, 4.700 Luftwaffenoffiziere und 5.000 politische Gefangene). Das sind insgesamt 7,7 % aller Offiziere und Kommissare, wovon wiederum nur ein geringer Teil als Verräter verurteilt wurde, während der Rest ins zivile Leben zurückkehrte." (Ebd. S.66 f.) Andrea Schön zieht noch einen interessanten Vergleich zwischen den Horrorangaben von Robert Conquest über die "Millionentoten" in der Sowjetunion mit Archivdaten für den fraglichen Zeitraum von 1939 bis 1950: 1939-1950: nach Behauptung Conquests: 12 Mio. Gefangene in Arbeitslagern (Gulags), nach Archivdaten: 578.912. 1937 - 1939: nach Behauptung Conquests: 3 Mio. tote Gefangene, nach Archivdaten: 166.424 Tote. "Insgesamt lebten im angegebenen Zeitraum 2,5 Millionen Sowjetbürger in Gefangenschaft, d.h. 2,4 % der erwachsenen Bevölkerung - sicherlich keine geringe Zahl und ein Indikator für die noch bestehenden Widersprüche in der Gesellschaft. Trotzdem lag die Zahl noch unter der der imperialistischen Hauptmacht USA. Ein Vergleich mit den Daten aus den USA: 1996 gab es im reichsten Land der Welt 5,5 Millionen Gefangene, d.h. 2,8 % der erwachsenen Bevölkerung. Nun zur Frage der Todesopfer. Der prozentuale Anteil der im Arbeitslager Verstorbenen variiert im angegebenen Zeitraum zwischen 0,3 % und 18 %. Die Todesursachen waren im wesentlichen auf die allgemeine Mangelsituation im Lande zurückzuführen, insbesondere die medizinische Versorgungslage zur Bekämpfung von Epidemien. Das betraf damals allerdings wie erwähnt nicht nur die Sowjetunion, sondern auch alle entwickelten Länder. Erst mit der Erfindung des Penicillin während des Zweiten Weltkrieges wurde ein wirksames Mittel gegen ansteckende Krankheiten geschaffen. Tatsächlich waren es wiederum die Kriegsjahre, in denen die Hälfte aller Todesfälle im untersuchten Zeitraum zu verzeichnen war. Nicht zu vergessen die 25 Millionen Todesopfer, die gleichen Zeitraum an Epidemien und Krankheiten in Freiheit starben. Der systematische Rückgang der Todesopfer nach dem Zweiten Weltkrieg (nominal und prozentual) ist denn auch auf die verbesserte medizinische Versorgung zurückzuführen." (Quelle: "Custodial Population 1934-1953" (Bevölkerung in Gewahrsam in der Ud SSR 1934-1953), The American Historical Review) Ausführlich und ausreichend dokumentiert wird im Zusammenhang mit dem Prozeß gegen Bucharin, darunter gegen Offiziere der Roten Armee, die gesamte Situation um und während der Zeit von 1937/38 von Hans Wauer und Hans-Jürgen Falkenhagen in ihrer Schrift: "Nikolai Bucharin: Revisionist, Renegat, Verräter, Teil III, 'Anklage und Verurteilung'" dargestellt. (Wauer/Falkenhagen, a.a.O., Teil III. S. 37 - 62) Man muß das Rad nicht neu erfinden, und so werden aus diesem Kapitel die Ausführungen zu den Militärprozessen dokumentiert: "Falsch ist auch die Behauptung von einer Massenhinrichtung sowjetischer Offiziere. In der Roten Armee und Flotte wurden von 1937 - 1939 36.898 Offiziere aus Altersgründen, wegen unzureichender Gesundheit, Disziplinarverstößen, moralischen Verfehlungen und mangelndem politischen Bewußtsein sowie wegen politischen Strafverdachts entlassen. Von den aus politischen Gründen Entlassenen wurden 9.579 verhaftet, davon wurden etwa 2.000 wegen erwiesener Unschuld wieder entlassen oder, soweit sie verurteilt waren, rehabilitiert. Von den insgesamt entlassenen 36.898 Offizieren wurden bis zu 1. l. 1941 insgesamt 15.000 wieder in die Reihen der Roten Armee und Flotte in Offiziersdienstgraden aufgenommen. Weitere Entlassungen und Rehabilitierungen erfolgten während des Großen Vaterländischen Krieges. Darüber liegen uns aber keine genauen Zahlen vor. Auf Grund von Paragraphen über konterrevolutionäre Verbrechen wurden 1937/1938 70 Offiziere zum Tod durch Erschießen verurteilt, wobei die Urteile vollstreckt wurden. In den Reihen der Unteroffiziers- und Mannschaftsdienstgrade sind wegen konterrevolutionärer Verbrechen keine Todesurteile ergangen. Zu Beginn des Großen Vaterländischen Krieges dienten etwa 500.000 Offiziere in den Reihen der Roten Armee und Flotte und des NKWD. Die Anzahl der Offiziere im Generals- und Admiralsrang hatte sich seit 1937 mindestens vervierfacht. Von einer Enthauptung der Roten Armee kann also in der Tat keine Rede sein. Aus dem Apparat des Staatssicherheitsdienstes wurden bis Ende 1940 etwa 22.000 Angehörige entlassen und 300 - 400 Offiziere zum Tode verurteilt. Einige Angehörige der Roten Armee und Flotte sowie des NKWD kamen bei Fluchtversuchen und Schießereien mit den Sicherheitskräften ums Leben. Es sei nochmals betont, daß, soweit Unschuldige verurteilt wurden, diese in allen Fällen aus den Reihen der unteren und mittleren Kader kamen. Die Nichtverurteilung oder Rehabilitierung kann aber umgekehrt nicht als absolut schlüssiger Beweis dienen, daß bestimmte Personen keine Straftaten begangen haben. Bei den nach Stalins Tod (1953) erfolgten Rehabilitierungen liegen in mindestens 50 % der Fälle keine klaren Unschuldsbeweise vor. Chruschtschow setzte bekanntlich Straftäter wie Snegow wieder auf freien Fuß und sogar in vielen Fällen wieder in hohe Funktionen ein, und das nicht nur, weil er Stalin haßte und an Stalingegnern Gefallen fand, sondern in der klaren Absicht, eine neue konterrevolutionäre Avantgarde aufzubauen. Die obigen aus den Archiven des NKWD, der Staatsanwaltschaft und der Gerichte stammenden Zahlen widerlegen eindeutig die Lüge von 2 - 3 Millionen, in einigen Fällen sogar von 10 - 12 Millionen Hinrichtungen in den Jahren 1937 - 1939. Stalin wird vorgeworfen, im Herbst 1937 sogenannte Verhaftungsquoten festgelegt zu haben. Solche Quoten sind von der Führung des NKWD, wie oben gesagt, teils in provokatorischer Absicht festgelegt worden. Es sei hier noch angemerkt, daß im Herbst 1937, auch noch 1938, aus dem NKWD heraus ein Putsch drohte. Einige NKWD-Offiziere planten die Ermordung Stalins. Stalin nahm z.B. an der zentralen Feier zum 20jährigen Bestehen des NKWD (Tscheka, GPU, OGPU) im Dezember 1937 nicht teil. Wegen mangelnder Wachsamkeit im NKWD selbst sowie wegen Ungesetzlichkeiten mußte sich letztlich auch Jeschow vor Gericht verantworten. Obwohl er persönlich wie auch sein Stellvertreter Frinowski, ebenfalls wie Jeschow russischer Nationalität, sicherlich in ehrlicher Absicht gegenüber der Partei und dem Sowjetvolk gehandelt hatte, mußten sie im Endeffekt die Verantwortung für zahlreiche Fehler in der Arbeit des NKWD übernehmen. Was in den sogenannten Moskauer Prozessen von 1936 - 1938 und in den Jahren der sogenannten Großen Säuberung geschah, muß in jedem Fall in folgendem Zusammenhang gesehen werden: Der Klassenfeind hat seit Bestehen der Sowjetmacht nie mit seinen Versuchen aufgehört, die Macht der Arbeiter und Bauern in der Sowjetunion zu stürzen. Diese Versuche spiegelten sich nicht nur in dem der jungen Sowjetmacht aufgezwungenen Bürgerkrieg und in Aufständen, sondern natürlich auch in den polemischen Auseinandersetzungen in der Partei wider. Es gab immer wieder sogar hohe Parteifunktionäre, die sich mehr oder weniger kamoufliert zu Wortführern von Interessen machten, die gegen das Sowjetvolk und den Sozialismus gerichtet waren. Im Großen und Ganzen kämpfte man in den 20er Jahren jedoch noch mit offenem Visier um Mehrheiten im ZK, in der Partei und im Sowjetvolk. Ab Beginn der 30er Jahre begannen imperialistische Staaten mit verstärkten Kriegsvorbereitungen gegen die Sowjetunion. Sie intensivierten dabei auch ihre Spionage-, Sabotage-, Diversions- und Subversionstätigkeit gegen die Ud SSR. Dabei bedienten sie sich schwerpunktmäßig der trotzkistischen und bucharinistischen Kräfte, die noch im Lande in großer Zahl aktiv waren. Wo sie nicht mehr aktiv waren, versuchte man ihre Aktivitäten wiederzubeleben. Die dabei angewandten Methoden sind in der Tat wegen ihrer kriminellen Abgefeimtheit und grenzenlosen Niederträchtigkeit für Menschen mit Ehre und Gewissen nicht nur empörend, sondern selbst für Menschen mit nicht allzu hoher moralischer Meßlatte geradezu schockierend. Die Menschen der Sowjetunion gaben ihre ganze Kraft und ihre ganzen Fähigkeiten hin, um voller Idealismus eine bessere Welt aufzubauen. Es stellen sich Erfolge ein, die überwältigend sind. Ehrliche Menschen der ganzen Welt freuten sich darüber, was die erweckten Kräfte von Arbeitern, Bauern und Intellektuellen zustande bringen. Die Feinde dieser Entwicklung nahmen das aber zum Anlaß, ihren Kampf dagegen zu verstärken und dabei zu Methoden der äußersten Raffinesse, Arglistigkeit, Hinterhältigkeit und mörderischen Heimtücke überzugehen. Wenn man über die Gerichtsreden Wyschinskis aus welcher Position auch immer urteilt, muß man erst einmal darüber nachdenken, bevor man juristische Überlegungen anstellt. Wie richtig die gerichtlichen Verurteilungen waren, beweisen insbesondere die ab 1953 nach Stalins Tod von Chruschtschow eingeleiteten Rehabilitierungen. In einer großen Zahl von Fällen erwiesen sich die Überlebenden der Säuberungen als die fanatischsten Konterrevolutionäre, die sich samt und sonders das Lebensziel setzten, den Kommunismus zu zerschlagen. Auch bei den postmortem Rehabilitierten stellte sich bei nachträglicher Prüfung vielfach heraus, daß sie keineswegs unschuldig verurteilt worden waren. So waren Leute wie beispielsweise Swanidse, Kabakow und Jakir, die oft als unschuldige Stalinopfer vermarktet werden, eingefleischte Volksfeinde. Viele der in Rußland nach 1990 veröffentlichten Bücher belegen das. Die sogenannte Große Säuberung hatte zweifellos zur Zerschlagung der Fünften Kolonnen in der Ud SSR geführt, wenn man auch von einem Sieg über die vorbereitete Konterrevolution genaugenommen erst ab Anfang 1939 sprechen kann. Sicherlich steht auch fest, daß die konterrevolutionären Strukturen nicht in allen Verästelungen zerschlagen werden konnten. Viele Feinde der Sowjetmacht konnten rechtzeitig untertauchen oder wurden nicht enttarnt. Sie erhoben dann nach dem Tode Stalins wieder ihr Haupt. Es reichte aber aus, damit das Sowjetvolk im Wesentlichen frei von inneren Feinden dem Ansturm der Hitlerfaschisten im Großen Vaterländischen Krieg standhalten und den Sieg erringen konnte. Es muß aber darauf hingewiesen werden, daß es auch weiterhin Verräter gab. Sowjetische Offiziere, und das waren sehr oft 1937 - 1938 verhaftete und später rehabilitierte Offiziere, liefen im Kriege zu den Faschisten über und dienten sogar in der Wlassow-Armee. Es gibt deswegen bis heute Meinungen, daß die Maßnahmen der Großen Säuberung (das war wie gesagt nicht die offizielle Bezeichnung), zu früh an Intensität einbüßten, was dann u.a. auch ein Überleben von getarnten Trotzkisten wie Chruschtschow und vieler Bucharinisten ermöglichte. Wie richtig der Kampf gegen den Trotzkismus und Bucharinismus war, zeigte schließlich die Entwicklung der Ud SSR und des Sozialistischen Lagers nach Stalins Tod, angefangen beim Revionismus von Chruschtschow und endend im Zusammenbruch des Sozialismus in Europa unter Gorbatschow und Jelzin."125) Der bereits mehrfach erwähnte ehemalige US-Botschafter in der Ud SSR, Joseph E. Davies, hatte die Zeit der Prozesse in der Ud SSR erlebt und hat seine Eindrücke in seinen Erinnerungen niedergeschrieben. Drei Tage nach dem Einmarsch der faschistischen Wehrmacht in die Ud SSR habe er eine Rede vor dem Universitätsklub in Chikago gehalten. Von einem Zuhörer sei er gefragt worden, wie es mit der Fünften Kolonne in Rußland stünde. "Ohne Bedenken" habe er geantwortet: "Gibt es nicht. Alle erschossen."126) Nun war dies allerdings übertrieben. Davies konnte nicht wissen, daß es noch immer Trotzkisten in der Armee und den Sicherheitsorganen gab, die sich zu tarnen verstanden. Große Aktionen konnten sie auf Grund ihrer Schwäche durch die Prozesse jedoch nicht mehr unternehmen. In den USA und in Südamerika seien nach Davies erst in den letzten beiden Jahren (also 1940 - 1941, UH) die Umtriebe deutscher Organisationen aufgedeckt worden. "Solches Treiben und derartige Methoden gab es offenbar in Rußland als Teil des deutschen Anschlags gegen die Sowjets schon 1935. Die Sowjetregierung war wie sich jetzt zeigt, bereits damals scharf aufmerksam auf die Pläne der deutschen hohen militärischen und politischen Kommandostellen und auf die 'innere Arbeit' in Rußland, die der Vorbereitung des deutschen Angriffs auf das Land diente. Während ich über diese Konstellation nachgrübelte, sah ich plötzlich das Bild so vor mir, wie ich es damals hätte sehen sollen. Die Geschichte war in den sogenannten Landesverrats- oder Säuberungsprozessen von 1937 und 1938 dargelegt worden, und ich hatte diesen selbst als Zuhörer beigewohnt. Als ich nun von diesem neuen Gesichtswinkel aus die Verhandlungsberichte und meine eigenen Bemerkungen dazu aus jener Zeit wieder durchlas, fand ich, daß so gut wie alle Kniffe und Umtriebe der deutschen Fünften Kolonne, wie wir sie seither nennen, gelernt haben, durch die Geständnisse und Zeugenaussagen jener Prozesse gegen die 'bekennenden' Quislinge Rußlands enthüllt und bloßgelegt worden sind. Es wurde mir klar, daß die Sowjetregierung vom Vorhandensein dieser Umtriebe überzeugt war, sich aufs höchste beunruhigt fühlte und daranging, sie energisch zu unterdrücken. Bis 1941, das heißt bis zum Einfall der Deutschen, hatten sie jede Spur der vorher organisierten Fünften Kolonne ausgelöscht. Ein anderer Umstand, der seiner Zeit schwierig zu verstehen war, der nun aber, aufgehellt durch die seitherige Entwicklung, eine neue Bedeutung gewinnt, war die Art und Weise, wie die Sowjetregierung 1937 und 1938 gegen die deutschen und italienischen Konsularvertretungen vorging. Es geschah auf rücksichtslose Manier - mit fühlloser und brutaler Mißachtung der Empfindungen, die es bei den betroffenen Ländern auslösen mußte. Der von der Sowjetregierung angegebene Grund war, diese Konsulate seien in innere, politische und unterirdische Umtriebe verwickelt, weshalb sie geschlossen werden müßten."127) Bezüglich des Offizierskorps nach der Erschießung von Generälen äußerte Davies gegenüber der vorherrschenden Meinung, wonach "die Liquidation der älteren erfahrenen Generäle die Armee wesentlich geschwächt habe", ..."daß dies zwar bis zu einen gewissen Grade" zuträfe, "aber übertrieben sein dürfte."128) "Der Offiziersstand hat den Ruf, daß seine jüngeren Kommandeure ausgezeichnet befähigt und daß die höheren Kommandostellen ziemlich gut besetzt sind. Auch sie sind durchschnittlich noch jüngere Leute."129) Davies schließt diese Einschätzung der "vorwaltende(n) Meinung" mit der Bemerkung, "daß, die Rote Armee der kommunistischen Partei, und darum Stalin, treu ergeben ist."130) Es ist wohl gerade dieser Sachverhalt, der den Verkündern der These von der "Enthauptung" der Roten Armee so mißfällt. Aber es kommt von Davies noch "schlimmer!". Die Stärke des "herrschenden Regimes" in der Sowjetunion beruhte nach ihm "auf der kühnen und klugen Führerschaft Stalins." Sein Regime sei "fest verwurzelt."131) In einem ausführlichen Bericht über die Ud SSR an den Staatssekretär für äußere Angelegenheiten der USA vom Juni 1938 faßte Davies zusammen: "Die militärische Stärke der Ud SSR ist imposant. Sowohl der Qualität als der Zahl nach sind die Truppen ausgezeichnet. Die stehende Armee von etwa 1.500.000 Mann ist in zwei selbständige Einheiten eingeteilt, eine im Westen und eine im Osten; die erstere macht etwa 70 %, die letztere rund 30 % aus. Sie ist mit Gewehren gut ausgestattet, gut diszipliniert und auf fanatische Hingabe an den Kommunismus trainiert. Ihre mechanisierten Einheiten sind sehr gut. Die Bemannung der Luftwaffe ist vortrefflich, ihre Ausrüstung gut, was Jagdflugzeuge, aber geringwertig, was Bomber betrifft. Zahlenmäßig ist die Luftwaffe wahrscheinlich die stärkste unter denen der Großmächte. In der technischen Ausrüstung der Luftwaffe ist die Sowjetunion hinter den Westmächten vermutlich um zwei bis drei Jahre zurück. Die Regierung glaubt mit größter Zuversicht, daß sie imstande wäre, einem gleichzeitigen Angriff von Deutschland und Japan erfolgreichen Widerstand zu leisten. Es müßte außerordentlich schwierig sein, alle diese Kräfte zu besiegen oder gar zu vernichten, mit dem Verbündeten, den sie am russischen Winter besitzen. Die Schwäche liegt vielleicht in der zweiten Verteidigungslinie - ich meine die Industrieproduktion hinter der Front und die Versorgung mit hochwertigen Petroleumprodukten."132) Zum Schluß sei noch die Einschätzung der Prozesse durch Winston Churchill dokumentiert, der zu den ärgsten Feinden des Kommunismus gehörte, aber sich von anderen dadurch unterschied, daß er zu realistischen Einschätzungen der Sowjetunion und der Persönlichkeit Stalins fähig war, eine Eigenschaft, die manchem Theoretiker abhanden gekommen ist. Nach Churchill habe Benesch den "beunruhigenden Wink" erhalten, "daß über die sowjetrussische Gesandtschaft in Prag Nachrichten zwischen hochgestellten Persönlichkeiten in Rußland und der deutschen Regierung ausgetauscht wurden. Dies war ein Teil der sogenannten Verschwörung der Militärs und der Kommunisten der alten Garde, die Stalin stürzen und ein neues, auf deutschfreundlicher Politik beruhendes Regime einführen wollte... Darauf folgte die unbarmherzige, aber vielleicht nicht unnötige militärische und politische Säuberungsaktion in Sowjetrußland und dieselbe von Prozessen im Januar 1937, bei denen Wyschinski als Staatsanwalt eine dominierende Rolle spielte."133) Es geht hier nicht darum, daß es in Churchills Erinnerungen bezüglich der Vorgänge in der Ud SSR 1935 bis 1938 offene Fragen gibt, vor allem bezüglich des tschechischen Präsidenten Benesch und der Rolle der Gestapo - die vermutlich nie völlig geklärt werden können - sondern um die Bestätigung der - bei Churchill! - "sogenannten" Verschwörung. Deren Existenz konnte er nicht bestreiten; die Notwendigkeit der "Säuberungsaktion" hat er zumindest nicht in Frage gestellt, wobei zu berücksichtigen ist, daß Churchill eben nicht gerade ein Freund der Sowjetunion war. Trotzki, Bucharin und ihre Epigonen, die Hearst-Presse, Goebbels-Propaganda, Revisionisten, Renegaten, SPD-Funktionäre, Chruschtschow, Gorbatschow und deren Anhang, die bürgerlichen und reformistischen Medien sorgen bis auf den heutigen Tag dafür, daß durch die Lügen über die Prozesse die kommunistische Bewegung, international und in den einzelnen Ländern, gespalten bleibt. Die Überwindung dieser Geschichtslügen gegen eine schier unüberwindliche Flut von Verleumdungen, die von den Massenmedien fünfzig Jahre nach dem Tode Stalins noch immer täglich, stündlich verbreitet werden, gehört zu den unverzichtbaren Aufgaben nicht nur marxistisch-leninistischer Historiker, sondern eines jeden ehrlichen Publizisten, der sich der historischen Wahrheit verpflichtet fühlt. Es ist ein Ausdruck der Angst, die die herrschenden Ausbeuterklassen angesichts der sich ständig vertiefenden politischen Krise des kapitalistischen Systems befällt, daß sie noch immer, wie einst Macbeth vor dem Geiste Banquos, vor Sozialismus und Kommunismus zittern und zu jeder erdenklichen Verleumndung und Lüge greifen, weil sie ihre Privilegien und Pfründe sichern wollen. Mystik liegt einem marxistisch-leninistischen Historiker fern, aber daß die Bourgeoisie und ihre Historiographie mit Stalin bis heute nicht fertig geworden sind, ihn nicht "bewältigt" haben, ihn noch immer fürchten, davon zeugen ihre Publikationen. 125) Ebd. S. 58 - 61. 126) Davies, a.a.O., S. 210. 127) Ebd. S. 210 f. 128)Ebd. S. 318. 129) Ebd. 130) Ebd. 131) Ebd. S. 324 132)Ebd. 133) Winston S. Churchill, a.a.O., S. 150.




Es ist schon bezeichnend wenn bei "de.wikipedia.org" die Seite Josef Stalin für Veränderungen gesperrt wird. Nie soll es jemand wagen, die Thesen bürgerlicher Historiker, Intellektueller und Stammtischler zu hinterfragen. Nie soll jemand die Wahrheit über den erolgreichen sozialistischen Aufbau in der Sowjetunion schreiben. Ich stelle ein paar Fragen zu diesem Artikel, der von seinem Anspruch her ewig unabänderlich und nicht zu hinterfragen ist: Hat sich das Leben in der Sowjetunion während Stalins Regierungszeit verbessert oder nicht? Wird das kapitalistische System für die Weltwirtschaftskrise und für die mit ihr einhergehende Hungersnot verantwortlich gemacht? Wie verhält es sich bei sozialistischen Staaten und deren Problemen? Gab es in der Sowjetunion Kräfte die ein Interesse hatten den Staat zu zerstören, welche die Möglichkeit auf Ausbeutung Anderer verloren? War es wirklich die Rote Armee die für Ermordung und sogar Völkermord verantwortlich war, oder war es nicht vielmehr so, dass überall wo sie auftauchte der Völkermord aufhörte, der Frieden einzog?

Unsterbliche Opfer ihr sanket dahin. Gestern war der 51. Todestag von Jossif W. Stalin. Kübel voller Schmutz wurden vor einem Jahr zum 50.Todestag über ihn und den ersten sozialistischen Staat der Welt gekippt. Man sollte sich erinnern, dass er für viele Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern (Afrika, Lateinamerika) ein Hoffnungsschimmer gewesen ist. Die Völker hatten und haben den Imperialismus und die Bevormundung satt. Die "freie westliche Welt", die durch ihr Wirtschaftssystem und die Ausplünderung ganzer Länder und Kontinente für die Ermordung von jährlich nahezu 30 Millionen Menschen verantwortlich ist, maßt es sich an, über den Führer des Weltproletariats ein Urteil zu fällen.

Stalin wird zunehmend entpolitisiert, sein Umfeld, sein Leben analysiert, psychologische Gutachten über ihn verfasst. Die Erfolge des Sozialismus dürfen nicht sein. Es darf nicht sein, dass ein sozialistischer Staat innerhalb von 20 Jahren eine industrielle Entwicklung durchgemacht hat, für die der Kapitalismus 100 Jahre brauchte. Es darf nicht sein, dass die sozialistische Gesellschaft produktiver ist als die kapitalistische. Es darf nicht sein, dass währenddessen die kapitalistische Welt während der Weltwirtschaftskrise fast in den Bankrott getrieben wurde, der Sozialismus den Hunger dauerhaft überwand, die Bildung verbesserte und ein mittelalterliches Land zur Großmacht ausbaute. Stalin sagte einst: Das Leben ist schöner, ist besser geworden. Er hatte Recht. Wie immer man Stalin beurteilt: Der Mehrheit der Bevölkerung der Sowjetunion ging es besser als vor der Industrialisierung. Während dem Großen Vaterländischen Krieg, bei dem der Faschismus besiegt wurde gab es zu jeder Zeit(wenn nicht wegen Bombenangriffen verboten)sogar im kleinsten Dorf elektrisches Licht. Heute kann davon keine Rede sein. Oft wird auf dem Land der Strom abgestellt. Diese Fakten, sie dürfen nicht sein. Die Völker sollen nicht auf die Idee kommen mit dem Kapitalismus Schluss zu machen, und eine Gesellschaft aufzubauen, in der die Menschheit nicht der Profit im Mittelpunkt steht.



Bin auch deiner Meinung. Keinem Kapitalisten und keinem kapitalistischem Diktator oder Politiker werden die Opfer von Naturkatastropen, Epidemien, Krankheiten und Bürgerkriegen untergeschoben. Bei Stalin tut man das, um ihn und vor allem um den Kommunismus als Monster erscheinen zu lassen. Im Stalin-Artikel wird z.B. so getan, als hätten nicht die Faschisten, sondern Stalin und der Kommunismus die etwa 60 Mio. Kriegstoten verursacht. In Wirklichkeit hörten die Massenmorde auf, dort wo die Rote Armee das Land befreite. Bis auf die Hinrichtung weniger Kriegsverbrecher und Massenmörder und vereinzelten Racheakten hörte das Morden auf, und Ausbeutung, Sklaverei, Angst und Unterdrückung verschwanden. Bezeichnend, daß viele Leute das noch nicht wissen oder nicht wissen wollen.




"Anfang der 30er Jahre begann Chruschtschow vom Marxismus-Leninismus-Stalinismus zu sprechen. Er schürte seitdem gestützt auf einige Mitstreiter um Stalin einen Personenkult. Ende der 30 er Jahre wurden etliche Konterrevolutionäre und Trotzkisten verhaftet und vor Gericht gestellt. Ihnen wurde Hochverrat vorgeworfen. Einige wurden zum Tode verurteilt. Diese Ereignisse hatte Stalin in seiner Theorie vorausgesehen, wonach die unterdrückte Klasse umso mehr Widerstand und Sabotageakte durchführen werde, je mehr die Erfolge des Sozialismus zu Tage treten. 1939 schloss Stalin einen Nicht-Angriffspakt mit Hitler ("Hitler-Stalin-Pakt"). Dies ermöglichte der Sowjetunion eine Verschnaufpause zum Aufrüsten und zur Vorbereitung auf den Krieg. Im Großen Vaterländischer Krieg wurde Stalin auch Oberbefehlshaber der Armee. Unter ihm wurde der deutsche Faschismus besiegt. Er hatte entscheidenden Anteil für die Neuordnung in Europa. Es gelang ihm Sattelitenstaaten um die Ud SSR zu etablieren und den Sozialismus bis zur Elbe auszudehnen. Die nationalen Befreiungsbewegungen in Afrika und Lateinamerika erlebten einen Aufschwung. "



Ja ändert die Neonazimärchen und Westlügen endlich. Der von den Nazis zu verantwortende Krieg hat etwa 60 Millionen Menschen das Leben gekostet, etwa noch einmal soviel wurden mittelschwer bis schwer verletzt (Auge weg, Arme, Finger, Bein, Fuß, Nase weg, Splitter im Körper usw.) Millionen Menschen wurden zudem noch von den Hitlerfaschisten vertrieben, eingekerkert, verschleppt, vollständig enteignet und bestohlen, allein in der Ud SSR wurden 70.000 Dörfer und Tausende Städte dem Erdboden gleichgemacht, Millionen Häuser und Wohnungen zerstört (teilweise mitten im Winter), die Vorräte und die Ernte geraubt oder vernichtet. Hunderttausende Werke, Fabriken, Anlagen mit Millionen Maschinen wurden gestohlen oder vernichtet von den Nazis. Wo hats denn in den durch die Rote Armee befreiten Gebieten noch Massenmorde und Verbrechen im Nazistil gegeben ? Kommt mir nicht mit ein paar Tausend vereinzelten Racheakten von Leuten die ihre Familie teilweise oder ganz verloren hatten oder mit den paar Tausend Todesstrafen für Kriegsverbrecher und spart euch auch die mehrere Tausend Leute die an Krankheit und Hunger in Gefängnissen oder Lagern gestorben sind, zumal es kriegsbedingten Hunger und Krankheiten und Todesfälle auch ausserhalb der Lager in Ost und West gab. Und die millionen Bürgerkriegstoten der 20er Jahre und die Opfer der Dürre Stalin unterzuschieben, ist unredlich; das macht man bei Westpolitikern auch nicht und wenn mans machen würden, kämen da gigantische Opferzahlen raus, die die Ud SSR-Toten bei weitem in den Schatten stellen. z.B. unter den Zaren und anderen damaligen Monarchien und Demokratien waren Hungertote, Opfer der politischen Verfolgung und Opfer von Armutskrankheiten und Pogromen die Regel; im Sozialismus waren diese Opfer nur noch selten und eine Ausnahmeerscheinung. Weiteres Beispiel: etwa alle 7 Sekunden verhungert im Kapitalismus ein Kind, das sind pro Jahr etwa 4,5 Millionen, in 10 Jahren 45 Millionen, in 100 Jahren 450 Millionen; von den Erwachsenen die an Armutskrankheiten und Hunger sterben gar nicht erst zu reden und von den nichtverhungerten Kindern, die an Armutskrankheiten sterben auch noch nicht. Pro Jahr sterben im Kapitalismus insgesamt etwa 60 Millionen Menschen an Kriegen, Bürgerkriegen, Hunger und Armutskrankheiten, das sind in 10 Jahren 600 Millionen, in 100 Jahren 6 Milliarden. Ich habe ausserdem meine Eltern und Großeltern als Augenzeugen, die von 45 bis zum Tode Stalins 1953 in der DDR die Stalinzeit miterlebten, sie konnten auch keine Massenmorde und keinen Terror usw. sehen - im Gegenteil, alles wurde besser und besser, im Gegensatz zur Nazizeit und der Nachwendezeit seit 1990, wo fast alles immer schlechter und faschistoider wird. Und ich selbst habe auch über 20 Jahre im Sozialismus der DDR gelebt und kann keine der vielen Vorurteile über den Kommunismus bestätigen. Die Westbücher strotzen nur so vor Lüge und Betrug. Die ganze DDR ist von den BRD-Kapitalisten und den BRD-Wirtschaftskriminellen versklavt, beschissen und bestohlen worden. Und jetzt tischen sie uns auch noch ihre Lügen auf.


Trotzdem sehe ich hier ein generelles Problem des Herangehens.

Es wird vergessen, dass zum Kommunismus auch der Atheismus gehört.

Es gibt keine Götter !!!

Stalin war ein sehr großer Funktionär der sowjetischen und internationalen Arbeiterbewegung. Aber er war ein Mensch, kein Gott. Als Mensch war er darauf angewiesen, anderen Menschen zu vertrauen und ihnen zu glauben, was sie ihm berichtet haben. Wenn Stalin Menschen vertraut hat, die sich später als Feinde und Verräter erwiesen haben, so ist das schlimm, war aber nicht zu vermeiden. Wenn man z.B. weis, dass der Lump und Verräter Wlassow, in den Jahren 1937 bis 1939 Mitglied eines Militärtribunals war, so kann man sich vorstellen, dass in diesem Militärtribunal auch Fehlurteile gefällt worden sind.

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