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Wie kommen wir von den jetzigen Zuständen weg?

Der einzige Weg, weitreichende Änderungen zu bewirken, ist eine neue Weltöffentlichkeit. Man muss seine Ideen und sich selbst globalsieren - und gleichzeitig die konservativen Herdentriebe umgehen, in dem man den Opportunismus der Masse nutzt. Diese hat die Tendenz, sich hinter die Ideologie zu stellen, deren Durchsetzung am Wahrscheinlichsten erscheint. Niemand soll zu einer neuen Welt gezwungen werden - doch die beschränkte Realität der sozialen Konvention schützt sich selbst vor der Veränderung. In anderen Worten - wenn man darauf wartet, dass jeder Mensch auf seinem eigenen Weg zur "richtigen" Einstellung kommt, sind jedwede Veränderungen unwahrscheinlich. Schon weil sich die separat entstandenen Überzeugungen untereinander so stark widersprechen dürften, dass ein Kompromiss unmöglich wird - und samit auch die nötige Konzentration progressiver, sozialer Kräfte. Das heutige System hat die Brutalität vergangener Ideologien hinter sich gelassen. Revolutionen waren gewaltätig - Erst wenn die Revolution das bestehende System geschwächt hatte, änderte sich die Stimmung in der Bevölkerung. Wenn zu viele Anhänger des alten Regimes dafür gestorben sind, ist es der Selbstschutztrieb, der den Menschen progressive Energien gibt. Gewaltlose Revolution ist bekanntermaßen eine recht neue Erfindung. Gandhi's Werk ist allerdings nur ein Kieselstein. Durch die Globalisierung ist eine vereinte Weltöffentlichkeit entstanden - ein Felsbrocken, der schon manche Revolution überrollt hat. Sisyphosgleich konnten sie den Felsen nicht bis zum Klimax rollen. Aber wir sind heute nicht mehr in den 60ern, und eine einzige Internetseite kann über Nacht zum internationalen Nachrichtenthema werden und für Wochen überlastet sein. Flash-Mobs, P 2 P[new]-Viren, Kettenbriefe. Wir sind inzwischen alle miteinander verknüpft. Diese neuen Möglichkeiten sind es, die uns ermöglichen das Sisyphosschicksal zu vermeiden. Nur Wissen und Guter Wille aber sind nicht progressiv. Es fehlt die AKTION. Diese darf sich nur bedingt an vergangenen Methoden orientieren, um Fortschitt zu erreichen. Gewalt war ein effizientes Mittel - allerdings dadurch, dass sie einen Gegner verletzte, zerstörte oder umbrachte. Es waren die Reaktionen der Allgemeinheit. Die Herde folgte dem Stärkeren, und wenn dieser nicht im Bürgerkrieg zu schlagen war, flash-mobbte man das Herrscherhaus und veranstaltete eine Hinrichtung. Bei einer vereinten Weltöffentlichkeit bewirkt Gewalt aber eine andere Reaktion, wie uns jüngst gezeigt wurde. Bei hundert Millionen Menschen wundert sich niemand, wenn einer den Präsidenten erschießt weil er "geisteskrank" ist. Jede/r Gewaltätige wird gnadenlos aufgeklärt, und eine gesamte Medienmenscheit wird reagieren. In anderen Teilen der Welt setzt der Prozess der Globalisierung gerade erst ein - und so versuchen, mit alten Methoden die neue Ordnung der Weststaaten zu kippen - was in letzter Zeit eine höchstgefährliche Reaktion des Krieges ausgelöst hat. Um aber erfolgreich zu sein, muss man die alten Gründe für Progressivität mit zeitgemäßen Methoden verbinden. Neben einer Ideologie, die inhaltlich und emotional überzeugend ist, hatten wir vor allem den Opportunismus genannt: Eine Tendenz, sich hinter die Ideen zu stellen, deren Durchsetzung auch ohne eigenen Beitrag am wahrscheinlichsten scheint. Da Gewalt aber als Mittel wegfällt, muss man andere Wege der Überzeugung gehen. Man muss demonstrieren. Damit meine ich nicht den klassischen Marsch auf der Straße, der heutzutage eine Alltäglichkeit ist, und sich vor allem dadurch auszeichnet, dass der Einzelne nur einen winzigen Beitrag zum ganzen erbringt. Die schiere Quantität von Demonstrationen bedeuted schon, dass sie sich gegenseitig die Aufmerksamkeit stehlen - Die Konsequenzen einer Demo sind so gering, dass man sie nur schwer als Mittel zur Überzeugung der eigenen Übermacht nutzen kann. Man muss demonstrieren. Aber jeder muss mehr dazu beitragen - Der Flash-Mob macht es vor und ist ein großer Teil des Plans. DER NEUE TERRORISMUS Klingt brutal. Allerdings ist der gemeinte Terror eher mit dem eines deutschen Superstars zu vergleichen als mit Osama & Co. Denn : Gewalt ist keine Lösung. Man muss Macht demonstrieren, um zu überzeugen. Macht durch Masse ist ein guter Weg - je mehr dieser Masse bereits folgen, desto mehr schießen sich ihr an. Aber man braucht mehr Bedeutung - Terror zeichnet sich durch den Schock aus, den er auslöst. Zum Schocken aber braucht man keine Gewalt. Die Medien und die Werbung bringen uns alles bei. Der neue Terrorismus ist gleichzeitig ein medialer Partisanenkrieg. Plakate sind taugliche Werbung für Waschmittel, für Revolution braucht man mehr. Und ich möchte mich bewusst weiter am Terror orientieren. Denn wer schockt, macht Quote. Also lautet die gesamte Devise: Aufmerksamkeit erringen, ohne jemanden gegen sich aufzubringen. Man stellt eine wachsende Übermacht dar.

Der Umfang dieses Beitrages wächst langsam über seine Grenzen, und ich werde nun mal diese Seite verlassen, die ich eben gerade erst gefunden und verschlungen habe. Ich hoffe das hier ist eine gute Stelle für den post, jedenfalls reagiert.

hi die seite, die du grad verschlungen hast, heißt jetzt Platt Form. und zwar deshalb, damit wir hier platz und eine grundlage für weiteres haben. ich hoffe, das ist in deinem sinne. du scheinst schon einige erfahrungen zu haben mit versuchen, die gesellschaft zu verändern. dann ginge es dir wie mir. wie das medium internet richtig zu nutzen ist, kann man nur durch ausprobieren rauskriegen. was mich unbedingt freut, ist, dass du ernsthaft etwas verändern willst. mit wut allein ist da wenig zu machen, da hast du völlig recht. andererseits ist die breite masse so gleichgültig, dass sie auf reine vernunft auch nicht reagiert, ganz klar. jedenfalls zeigt dein beitrag, dass das wiki nicht das schlechteste medium für uns zu sein scheint.

Ich habe diesen interessanten und erfreulichen Text redigiert und einige leichte stilistische Veränderungen vorgenommen (Page Revisions[new] für die alte Version, bitte rückgängig machen, was nicht genehm). Der Text macht mich erinnern, worum es geht, bei all dem Global Flash Mob und community:MultilingualExperiment -Spass. Ich wäre erfreut, wenn hier bald auch eine juristisch rechtliche Diskussion einflösse oder parallel geführt würde (Jura Wiki[new] könnte man fragen). Es wäre mir höchst unlieb, wenn wir mit unseren Worten illegales Terrain beträten oder uns bereits dort befänden. Aufruf zum Terrorismus ist nicht rechtens in Europa, wenn ich mich recht erinnere. Es handelt sich meines Ermessens auch nicht um Terrorismus, es handelt sich um einen allmählichen Ausbruch eines Geistes von Weltgemeinschaft, von World Community[new]. Weltcommunismus könnte man sagen, wenn der Begriff nicht so blutverschmiert wäre (daher kann man's nicht). Terror heisst Schrecken. Terrorismus ist die Verbreitung von Schrecken. Schrecken führt zu einem Schockzustand. Was wir aber wollen ist Hoffnung. Was wir wollen, ist Hoffnung verbreiten, dass es gemeinsam besser gemacht werden kann, und wir wollen das Potential, um es zu tun, freisetzen. Als sich die Flashmobber in Sydney im Oktober zu 400 auf die Treppe der Oper setzten und gemeinsam so taten als ruderten sie, so war daran auch etwas Schockierendes, manch einer wird für einen Moment stehengeblieben sein und gedacht haben: "Wie jetzt?" Doch ist der zweite Gedanke, der dem Schock folgt, ein anderer als im Angesicht von Terrorismus. Er ist hoffnungsvoll, er ist dies: "Na, wenn man etwas derartiges machen kann, ja wenn es gar gemacht wird, und gar weltweit und auch noch konzertiert, ja könnte man dann nicht auch ...?" und dann werden Gedanken gewagt, die tabu waren, dann lässt Hoffnung einen neuen Tag dämmern, so wie es oft in unserer Geschichte als Menschheit war und hoffentlich noch oft sein wird. Hinweise auf diese Seite finden sich auf http://www.jurawiki.de/MattisManzel community:MattisManzel

040130 11:52 UTC, +01h -- Mattis Manzel


Mattis, ob es Rechtlich korrekt ist hat weniger Bedeutung, als ob es moralisch okay ist und ob es der Sache dient, Wortterror zu betreiben.~Ernst Gruber

Mattis,kennst du Regiogeld?http://www.freigeld.de/body_regiogeld.html http://www.regionetzwerk.org/image_archive/document/2_kongress_regiogeld.pdf


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