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Wer ist schuld am Bau und am Fortbestand der Mauer zwischen DDR und BRD ? Die BRD-Regierungen und ihre kapitalistisch-faschistischen Helfer und Auftraggeber, die Bonzen, Milliardäre, Großgrundbesitzer und Oligarchen der BRD.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Deutschland in 4 Besatzungszonen aufgeteilt, in die sowjetische, britische, amerikanische und französische Zone. Die Stadt Berlin wurde eigens in 4 Zonen aufgeteilt. Gleichzeitig begann der Kalte Krieg zwischen einigen kapitalistischen und sozialistischen Staaten auf verschiedenen Ebenen.

Als 1949 in den 3 westdeutschen Zonen zuerst die BRD und in der ostdeutschen Besatzungszone kurz darauf die DDR gegründet wurde, begannen man auf beiden Seiten die Grenzen intensiver abzusichern und auszubauen. Durch Gründung zweier Staaten wurde die Teilung politisch untermauert. Zwischen DDR und BRD wurden zuerst nur Grenzpolizisten und Grenzsoldaten eingesetzt, später auf DDR-Seite vorwiegend Zäune aufgebaut. Zwischen DDR und Westberlin wurden die Zäune 1961 durch eine bzw. mehrere Mauern ersetzt.

Mit der Verschärfung des kalten Krieges, der u.a. zu Handelsbeschränkungen gegenüber dem Ostblock, einem permanenten diplomatischen Kleinkrieg und militärischen Drohgebärden führte, wurde auch die Sicherung der Staatsgrenzen intensiviert. Die DDR-Grenze war damit nicht mehr nur eine Staatgrenze, sondern Teil der Grenze zwischen dem RGW und der EG, zwischen der NATO und dem Warschauer Vertrag, zwischen 2 unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Blöcken, zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Daneben gab es noch einige weitere Ursachen für die immer stärkere Grenzsicherung seit 1949, die zum Wohl der DDR und mit Unterstützung durch die Schutzmacht Ud SSR ab 1961 nahezu undurchlässig für illegale Grenzüberschreitungen wurde:

1. Währungsreform und Einführung einer separaten Währung in der Westzone und in Westberlin, wodurch die Teilung wirtschaftlich zementiert wurde,

2. Schwarzhandel mit der späteren Währung der DDR und mit lebensnotwendigen Gütern zuungunsten der DDR

3. Aufkauf großer Mengen billiger Produkte und Lebensmittel durch westdeutsche und westberliner Reisende und Privatpersonen, die dadurch der Bevölkerung und dem Wirtschaftleben der DDR entzogen wurden,

4. diplomatische und politische Ablehnung eines gemeinsamen Staatsgebildes DDR-BRD vor und nach 1949 - von wem, ist umstritten,

5. Neugründung von Armee-Einheiten in der BRD, der Bundeswehr, danach Gründung der NVA, so daß die Teilung auch militärisch zementiert wurde,

6. eine hohe Zahl von überwiegend Wirtschaftsflüchtlingen, aber auch von politischen Flüchtlingen, von flüchtenden Kriegsverbrechern und von SS-SA-NSDAP-Mitgliedern, die ihrer Bestrafung in der DDR entgehen wollten und von Personen, die ihre vor 1945 erworbenen Privilegien verloren hatten, sowie von vorwiegend bessergestellten Personen, die in der BRD nach dem Staatenwechsel eine großzügige Entschädigung erhielten.

7. Menschenhandel, Schmuggel und Entführungen aus der DDR,

8. Abwerbung von vorwiegend gutausgebildeten Arbeitern, Facharbeitern und Hochschulabsolventen, von Ingenieuren, Ärzten und Technikern aus der DDR, wodurch Produktionsausfälle bedrohliche Zustände und Versorgungsengpässe zu erwarten waren und oder bereits entstanden,

9. eine zunehmende Zahl von Grenzverletzungen,

10. Mordanschläge auf DDR-Bürger in politischen- oder Leitungspostítionen, Sabotageaktionen gegen Fabriken, Werke und auf die Infrastruktur (Bahnanlagen, Brücken, wichtige Strassen), sowie Terroranschläge

11. Einbringung und Einschleusung von Agenten, Spionen, Geheimdienstmitarbeitern und von ideologisch verhetzendem Schrifttum in die DDR,

12. regelmäßige Angriffe, Verletzungen und Tötungen auf bzw. von Grenzpolizisten und Grenzsoldaten der DDR.

Jeder dieser Punkte für sich war eine permanente Provokation für die DDR und die Besatzungsmacht Ud SSR und bedeutete - wie z.B. auch die Erschiessung des österreichischen Thronfolgers 1914 - eine fortdauernde Kriegsgefahr und ließ ausserdem das Risiko eines Bürgerkrieges in der DDR ansteigen.Daher wurde die Staatsgrenze der DDR zur BRD innerhalb der sozialistischen Staaten auch als Friedensgrenze und antifaschistischer Schutzwall bezeichnet.

Da die BRD insbesondere die DDR-Staatsbürgerschaft nicht anerkennen wollte, verweigerten Walter Ulbricht, Erich Honecker und Egon Krenz zumeist die Gewährung einfacher Reisemöglichkeiten von der DDR in die BRD und umgekehrt. Erst in den siebziger Jahren wurde dies allmählich gelockert u.a. wegen der Ostverträge und der Politik der Entspannung. Belegt wird dies durch zahlreiche öffentliche Aussagen, die jedoch in der BRD überwiegend unbekannt waren. Dazu Zitate von Erich Honecker, Georg Gafron, Dorothee Wilms und Egon Krenz:

17.02.1977: "Erich Honecker bestätigt in einem Interview mit der "Saarbrücker Zeitung", dass ca. 10.000 DDR-Bürger Ausreiseanträge gestellt haben. Reisefreiheit könne es nur bei Anerkennung der DDR-Staatsbürgerschaft geben. "(Quelle:http://www.zeitgeschichte.de/zg_b09_s01_1977.html )

1980: "Am Ende der Amtszeit des sozialdemokratischen Bundeskanzlers Helmut Schmidt im Herbst 1982 hat es weitgehende Vorstellungen und Gemeinsamkeiten der Spitzen von SED und SPD zur Lösung der deutschen Frage gegeben. Das berichtet heute der langjährigen Finanz-Unterhändlers der Bundesrepublik mit der DDR, des Bankers Holger Bahl. ... In einem weiteren Schritt sollte Bonn die Staatsbürgerschaft der DDR vollständig anerkennen. Die SED sei bereit gewesen, in diesem Fall die Mauer zu öffnen und vollständige Reisefreiheit zu gewähren. Man sei auf beiden Seiten davon ausgegangen, dass es dann bis zu einer Konföderation der beiden deutschen Staaten mit massiver westlicher Wirtschaftshilfe für die DDR nur ein kurzer Schritt gewesen wäre. Der damalige sozialdemokratische Bundeskanzler, Helmut Schmidt, hätte, so Bahl, sowohl das "Züricher Modell" als auch das Projekt "Länderspiel" gebilligt. All das sei bis ins Einzelne mit der sowjetischen Führung in Moskau abgestimmt gewesen. Sein Gesprächspartner im Westen, so Bahl, sei vor allem die "graue Eminenz" Herbert Wehners, der SPD-Politiker Karl Wienand, gewesen. Mit dem Regierungswechsel im Herbst 1982 von Helmut Schmidt zu Helmut Kohl hätten sich die Bedingungen grundlegend verändert. ....Bahl gegenüber der B.Z. am Sonntag resümierend: "Auch Honecker wollte die Einheit. Man hätte sie schon Mitte der 80er Jahre haben können, aber eben ganz anders, als sie später gekommen ist." ... Parlamentarier des Berliner Abgeordnetenhauses Georg Gafron ( Quelle: http://www.glacis.org/seite_11_n1.html)

"In den 80er Jahren hatte sich die Regierung Kohl beispielweise gegen Forderungen sowohl aus dem Lager der politischen Linken als auch der veröffentlichten Meinung wehren müssen, doch endlich die Staatsbürgerschaft der DDR voll anzuerkennen entsprechend den Geraer Forderungen Honeckers oder zumindest das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht mit Blick auf DDR-Bürger nicht voll anzuwenden ..." Bundestagsabgeordnete D. Wilms (http://www1.kas.de/publikationen/2001/zeitgeschichte/mauer/spurensuche_wilms.html)

Egon Krenz 1988/89: "Die Wahrheit gebietet aber deutlich zu sagen, daß die Weigerung der BRD, die Staatsbürgerschaft der DDR uneingeschränkt zu respektieren, ein sehr ernstes Hindernis bleibt für die von uns in Aussicht genommenen Schritte für den Reiseverkehr in die BRD, nach Berlin (West) und andere kapitalistische Staaten."(Ebenda) (http://www.pds-sachsen.de/ag/MF/heft09.htm#_ftnref32)

Opfer des vom Imperialismus vom Zaun gebrochenen kalten Krieges wurden mehrere hundert DDR-Bürger bei Fluchtversuchen, sowie mehrere hundert durch BRD-Grenzer(siehe Bundesgrenzschutz) getötete BRD-Bürger und Nicht BRD[new]-Bürger - ebenfalls getötet bei Fluchtversuchen an den BRD-Grenzen zur DDR, Holland, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Österreich und seit 1990 ausserdem an den BRD-Grenzen zu Polen und Tschechien. (Beipiele: http://www.jungewelt.de/frameit.php?/2001/04-04/012.shtml und http://www.berlinet.de/ari/titel.htm)

Welche Gründe die BRD für die Sicherung ihrer Grenzen zur DDR und anderen Ländern hatte und jetzt hat, steht auf einem anderen Blatt.

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