FANDOM


Nach der Oktoberrevolution 1917 in Russland und dem Ende des 1. Weltkrieges, mit dem ersten Ud SSR-Präsidenten Lenin und den Räten Sowjets beschleunigte sich die wissenschaftlich-technische und wirtschaftliche Entwicklung der [1], verstärkten sich Industrialisierung, Technisierung und Alphabetisierung des zuvor vorwiegend bäuerlich geprägten zaristischen Landes in allen ihren Republiken. (Sowjetrepubliken)

"Kommunismus gleich Sowjetmacht plus Elektrifizierung" ,dieser bekannte Ausspruch von Lenin brachte die Ziele der nächsten Jahre zum Ausdruck, die einherging mit einem Fortschritt in allen Bereichen der sowjetischen Wissenschaften und Technik, deren Leistungen und Ergebnisse am wenigsten noch durch die Elektrifizierung des 230 Millionen-Staates charakterisiert wurden.

Ungeachtet starker Hemmnisse, wie dem Bürgerkrieg und den Dürrekatastrophen in den 1920er Jahren mit Millionen Opfern, und dem Stalinismus in den 1930er Jahren konnte die [2] nicht zuletzt aufgrund ihrer wissenschaftlich-technischen Entwicklung innerhalb weniger Jahre wirtschaftlich und militärisch zu einer mit Deutschland und den USA vergleichbaren Weltmacht werden. Auch im und nach dem 2. Weltk Krieg[new] blieb die Sowjetunion bis zu ihrer Auflösung um 1993 eine mit den USA, Frankreich, England, Deutschland und Japan vergleichbare auch wissenschaftlich-technische Großmacht. Trotz des Verlustes von 20-30 Millionen Menschen im 2.Weltkrieg, dem auch viele Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker zum Opfer fielen, sowie zigtausende Städte, Fabriken, Werke und Anlagen.

Militärtechnische Marksteine in der Nachkriegszeit waren das Gleichziehen mit der atomaren, chemische, biologischen und konventionellen Aufrüstung der USA, der Atom- und Wasserstoffbombe, den Atom-U-booten, nachdem fir Ud SSR schon in den 30er Jahren die militärische Aufrüstung Hitlerdeutschlands einholen und in einigen Bereichen (Panzer T34, Jagdflugzeuge, Stalinorgeln) überholen konnte.

Jedoch die eigentlich bekanntesten historischen Nachkriegserfolge der sowjetischen Wissenschaft sind folgende Starts und Flüge:

In der Raumfahrttechnik war die Sowjetunion weltweit führend und erreichte für die Menschheit bedeutende Erstleistungen. Die bekanntesten historischen Nachkriegserfolge der sowjetischen Wissenschaft sind folgende Starts und Flüge:

der erste Erdsatellit Sputnik 1 am 4.Oktober 1957, er löste den sogenannten Sputnik-Schock aus die ersten Tiere im All (Hündin Laika 1957 und Affen) der erste Vorbeiflug am Mond mit Lunik 1 1959 die erste harte und weiche Landung auf dem Mond mit der unbemannten Sonde Lunik 2 1959 die erste Mondumrundung und Fotographie von der Rückseite des Mondes mit der Lunik 3 1959 der erste Mensch im All, Kosmonaut Juri Gagarin am 12. April 1961 die erste Frau im All, Walentina Wladimirowna Tereschkowa 1963 der erste Ausstieg eines Menschen in den Weltraum Wostok 2 1965 die erste Raumstation Saljut (ab 1969) das erste unbemannte Roboterfahrzeug auf dem Mond (Lunochod 1) 1970 die erste unbemannte Rückführung von Mondgestein Luna 16 1970 die erste weiche (Raumfahrzeug funktionstüchtig) Landung auf der Venus mit Venera 7 1970 die erste weiche Landung auf Mars mit Mars 3 1971 die erste permanent bewohnte Weltraumstation Mir (ab 1986)

Ganze Städte mit Wissenschaftlern und Technikern entstanden, wie das Kernforschungszentrum Dubna und das Sternenstädtchen.

Weitere Meilensteine der Wissenschaft in der Ud SSR: 1954 Bau und Betrieb des weltweit ersten Kernkraftwerks in Obninsk bei Moskau (Leistung 5 MW) 1970 weltweit erste gesteuerte Kernfusion mit Tokamak-3 Im März 1971 wurde in der Sowjetunion der weltweit erste MHD-Generator fertiggestellt namens "U-25", der als ersten MHD-Kraftwerk etwa 25 Megawatt elektrischer Leistung für das Moskauer Stromnetz erzeugte und auch für wissenschaftliche Forschungen benutzt wurde. ([1], Fotos in [2]) Am 3.Dezember 1959 lief der weltweit erste Atomeisbrecher vom Stapel; er trug den Namen "Lenin" und wurde für zivile Zwecke eingesetzt. Entdeckung der Superkavitation und Bau des ersten funktionsfähigen Überschallantriebs in Wasser nach diesem Prinzip. Als erstes einsatzfähiges System wurde 1977 der Torpedo Schkwal (russisch Шквал) nach etwa zehnjähriger Entwicklung von der Marine der Sowjetunion in Dienst gestellt; seine Maximalgeschwindigkeit beträgt 500 km/h.

Zahlreichen sowjetischen Wissenschaftlern wurde der Nobelpreis und andere internationale Preise zuerkannt, wie z.B. Physik 1962 Lev Landau "für seine bahnbrechenden Theorien über kondensierte Materie, besonders das flüssige Helium" (Suprafluidität) 1964 Nicolay G. Basov und Aleksandr M. Prokhorov "für grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenelektronik, die zur Konstruktion von Oszillatoren und Verstärkern auf der Basis des Maser-Laser-Prinzips führten" 1958 Pawel Alexsejewitsch Tscherenkow , Ilja Michailowitsch Frank und Igor Jewgenjewitsch Tamm "für die Entdeckung und Interpretation des Tscherenkow-Effekts" 1978 Pyotr Kapitsa "für seine grundlegenden Erfindungen und Entdeckungen in der Tieftemperaturphysik" 2001 Zhores I. Alferov (RU) "für die Entwicklung von Halbleiterheterostrukturen für Hochgeschwindigkeits- und Optoelektronik" (zur Zeit der Ud SSR entwicket) 2003 Alexei A. Abrikosov (RU), Witali Ginzburg (RU) "für bahnbrechende Arbeiten in der Theorie über Supraleiter und Supraflüssigkeiten" (in der Zeit der Ud SSR entwickelt)

Chemie 1956 Nikolay N. Semenov "für seine Forschungen über die Mechanismen chemischer Reaktionen"

Literatur Michail Scholochow (1965) Boris Pasternak (1958) Alexander Solschenizyn (1970)

Frieden Andrej Sacharow (1975)

Fields-Medaille: (Mathematik) Serge Novikov Gregori Alexandrovitch Margulis Wladimir Wojedwodski Maxim Kontsewitsch Efim Zelmanov Wladimir Drinfeld

Somit erreichte die Sowjetunion die Größe einer Weltmacht auch auf wissenschaftlich technischem Bereich.

Der Ud SSR wird oft (vorwiegend von Antikommunisten) vorgeworfen, die Kybernetik verboten zu haben: Dies paßt aber nicht damit zusammen, daß sowjetische Roboter, Automaten, Halbautomaten und Computer ins Weltall,auf Mond,Venus,Mars und in sowjetische Fabriken, Betriebe und Institute geschickt wurden und in Letzeren gebaut wurden. Wie in fast allen Ländern hatten auch einige sowjetische Theoretiker und Politker sicherlich zeitweilig eine Abneigung gegen Kybernetik, Roboter und Computer, in der Praxis der Ud SSR sah es anders aus. Daß die Evolutionstheorie in der Ud SSR und DDR verboten gewesen sein soll, gehört ins Reich der Phantasie.

Seit 1985 Gorbatschow Generalsekretär der [3][new] wurde, begann der allmähliche Niedergang sowjetischer Wissenschaft. Viele, fast fertige Großprojekte und noch mehr Kleinprojekte wurden eingestellt oder eingeschränkt, viele Projekte nicht begonnen:

die bereits erfolgreich geflogene und gelandete, wiederverwendbar Raumfähre Buran, die sogar unbemannt fliegen konnte, wurde eingemottet Ausbau und Modernisierung der Raumstatíon MIR eingeschränkt, daher mehr Pannen als früher Entwicklung und Aufbau einer sowjetischen Nachfolge-Raumstation nach MIR wurde unterlassen neue leistungsfähige Teilchenbeschleuniger gestrichen Auch in der Kernenergietechnik hielt die Unterfinanzierung und Vernachlässigung Einzug, wie am Tschernobyl-Unglück im April 1986 sichtbar wurde. Modernisierung und Wartung der Militärtechnik wurde eingeschränkt, daher einige Pannen (z.B. beim Atom-U-Boot Kursk)

Viele sowjetische Wissenschaftler verließen seit etwa 1989 das Land und versuchten in Labors der anderen Industriestaaten ein Auskommen zu finden.

Links:

Sowjetische und russische Raumfahrt

Sowjetische und russische Schifffahrt

-

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki